MetClean® zur Schwermetallentfernung

Schwermetall-Entfernung ohne giftigen Schlamm

MetClean® ist ein patentiertes und erprobtes Verfahren zur Entfernung von Schwermetallen aus Wasser und Abwasser, insbesondere auch aus REA-Abwasser aus der Rauchgasreinigung. Der wirtschaftliche Prozess reduziert z.B. Quecksilber, Nickel, Zink, Blei, Cadmium, Barium, Arsen oder Uran auf niedrige Restgehalte, ohne dabei schädliche Abfälle zu produzieren. 

Vorteile

MetClean Granulat-Reststoffe - Veolia

Inerte Granulat-Reststoffe aus dem MetClean®-Prozess mit darin eingeschlossenem Arsen (links), Chrom (Mitte), Nickel (rechts).

Die MetClean® Technologie ist ein kontinuierlich ablaufender Prozess mit reduziertem Wartungsaufwand und geringen Betriebskosten, der Metallkonzentrationen in Wasser und Abwasser auf niedrige Restgehalte reduziert. Dabei entstehen unschädliche, inerte Granulat-Abfälle. Verglichen mit konventionellen Verfahren zur Metallentfernung wie chemische Fällung, Ionenaustausch, Aktivkohle und Verdampfung bietet MetClean® folgende Vorteile: 

  • Niedrigere Schwermetallkonzentrationen im behandelten Wasser und Abwasser (bei Abwasser der Rauchgasreinigung ca. 80% für Hg; ca. 95% für Cd)
  • Abgetrennte Schadstoffe liegen in stabiler, einfach zu handhabender Form vor
  • Weniger Abfallvolumen (bis zu 20mal weniger, gemessen am Gewicht)
  • Keine Regeneration oder Rückspülung erforderlich
  • Keine separate Schlammentwässerung erforderlich
  • Geringerer Chemikalienverbrauch
  • Kleinere Standfläche
  • Keine Verbackungen

Anwendungen

MetClean zur Schwermetallentfernung aus REA-Abwasser - Veolia

MetClean® entfernt Metalle aus nahezu allen Wässern. Das Verfahren hat sich bereits bewährt bei der Aufbereitung von:

Verfahren

MetClean-Prozess zur Schwermetallentfernung - Veolia

Das Grundprinzip des MetClean®-Prozesses zur Reduktion von Schwermetall-Konzentrationen aus Wasser und Abwasser

Die wesentlichen Funktionsprinzipien des MetClean®-Verfahrens zur Schwermetallentfernung sind Adsorption und Oxidation von Fe(II) und/oder Mn(II) an der Oberfläche eines fluidisierten, inerten Materials. Metalle in gelöster und ungelöster Form werden an einer sich kontinuierlich neu erzeugenden Oberfläche adsorbiert bzw. ausgefällt. Sie werden von der stetig expandierenden Oberfläche so eingeschlossen, dass sie nicht länger in gelöster Form vorliegen. 

Das Wasser, aus dem die gelösten Metalle entfernt werden sollen, wird am Kolonnenboden eingeführt. Zugleich werden am Kolonnenkopf Eisen oder Mangan sowie das Oxidationsmittel zugegeben.

Der Adsorption von Mn(II) folgt die Oxidation von Mn(II) zu Mn(IV) an den Oberflächen. Zeitgleich findet die Adsorption der zu entfernenden gelösten und ungelösten Metalle statt. 

Durch die Adsorption von Fe(II) bzw. Mn(II) und die Oxidation in Fe(III) bzw. Mn(IV) wird die aktive Oberfläche kontinuierlich neu gebildet. Die Schwermetalle werden durch Adsorption bzw. Fällung in die Oberflächenschicht des Granulats eingebunden.

Das zurückbleibende feinsandige Granulat kann für gewöhnlich als inaktiv bzw. ungefährlich nach der EU-Abfall-Klassifikations- Richtlinie eingestuft werden, da die Schwermetalle eingeschlossen sind und nicht ausgewaschen werden können. Es hat einen Trockengehalt von 80-90% und ist bis zu 20mal leichter als der Rest-Schlamm aus herkömmlichen Fällungsverfahren.