Actiflo®

Extrem effiziente Flockung & Sedimentation

Actiflo® ist ein äußerst kompaktes Flockungs- und Sedimentationsverfahren für die Aufbereitung von Trinkwasser, Regenwasser, Oberflächenwasser, Brauchwasser und Abwasser. Der Prozess nutzt patentieren Mikrosand als Keim für die Flockenbildung. Damit wird die Flockungszeit enorm verkürzt und der Flächenbedarf des Absetzbeckens ist 50 bis 100 mal kleiner als bei konventionellen Anlagen.

Vorteile

Actiflo® Absetzbecken zur Trinkwasserklärung - Veolia

Actiflo® Anlage zur Trinkwasseraufbereitung bei den Stadtwerken Iserlohn 

  • Sehr schnelles Anfahren durch reduzierte Flockungszeit von nur 5-10 Minuten
  • Erhöhung der Flächenbeschickung im Absetzbecken bis auf 120 m/h
  • Minimaler Flächenbedarf (Aufbereitung von Trinkwasser & Brauchwasser: bis um das 50-fache; Aufbereitung von Mischwasser & Abwasser: bis um das 100-fache)
  • Hohe Qualität des Klarwasserablaufs
  • Kurze Aufenthaltszeit von nur 10-12 Minuten
  • Schnelle Optimierung
  • Stabiles und sicheres Verfahren
  • Einfach zu betreiben
  • Niedrige Bau- und Betriebskosten
  • Mehr als 450 Referenzen weltweit

Anwendungen

Actiflo® Klarwasser-Ablauf

Actiflo® Klarwasser-Ablauf 

Das Actiflo™-Verfahren eignet sich für nahezu alle Arten von Wasser und besonders dann, wenn extreme Betriebsbedingungen vorherrschen. Dazu zählen beispielsweise:

  • hohe und niedrige Trübung
  • starke Färbung
  • niedrige Temperaturen
  • plötzliche Schwankungen

Standard-Module erhältlich

Actiflo®-Anlagen können auch als vorgefertigte Standardmodule geliefert und ohne großen Montageaufwand direkt am Einsatzort aufgestellt werden. Die Standardmodule sind für Durchsatzleistungen von 40 bis 640 m³/h verfügbar.

Kapazitäten Standard-Module TrinkwasserKapazitäten Standard-Module Abwasser:
  • 40 m3/h
  • 80 m3/h
  • 160 m3/h
  • 320 m3/h
  • 80 m3/h
  • 160 m3/h
  • 320 m3/h
  • 640 m3/h

Das Actiflo® Verfahren

Actiflo® Prozess zur effizienten Wasser-Klärung - Veolia

Actiflo® ist ein Flockungs- und Sedimentationsverfahren mit patentiertem Mikrosand als Keim zur Flockenbildung. Der Mikrosand verbessert sowohl die Flockung durch seine hohe spezifische Oberfläche als auch die Sedimentation durch seine hohe spezifische Dichte.

Die einzigartigen Eigenschaften der gebildeten Flocken machen es möglich, Anlagen mit sehr kurzer Flockungszeit und sehr hoher Flächenbeschickung auszulegen. 

Detaillierte Verfahrensbeschreibung

Dem Rohwasser wird vor seinem Eintritt in das Koagulationsbecken ein Fällmittel zudosiert. 

Das koagulierte Rohwasser (1) wird dann in das Injektionsbecken (2) geführt, wo Mikrosand unter kräftigem Mischen zugegeben wird. Je nach Anwendung hat der Mikrosand eine effektive Größe von 100 bis 150 μm. Beim Übergang in das Reifebecken wird ein FHM-Polymer zugegeben. Bei einem kleineren Energieeintrag werden dort Polymerbrücken zwischen dem Mikrosand und den Flocken gebildet, wobei dichte und gut absetzbare Flocken entstehen. 

Danach gelangt das geflockte Wasser in das Lamellenabsetzbecken (3), wo sich die mit Mikrosand beschwerten Flocken schnell absetzen. Bei einer Flächenbeschickung von bis zu 120 m/h strömt das Klarwasser durch die Lamellen und verlässt die Anlage über die Ablaufrinnen (4). 

Das abgesetzte Schlamm-/Mikrosand-Gemisch wird mit Hilfe eines Räumers zu einem zentralen Schlammtrichter geführt, von wo es zu einem Hydrozyklon rezirkuliert (5) wird. Die Pumpenenergie wird im Hydrozyklon in Zentrifugalkraft umgesetzt, wobei der leichtere Schlamm vom schwereren Mikrosand getrennt wird. 

Der gereinigte Mikrosand tritt aus der Unterlaufdüse (Apex) des Hydrozyklons aus und wird in das Injektionsbecken zurückgeführt. Der leichtere Schlamm tritt aus dem Tauchrohr (Vortexdüse) heraus und wird zur weiteren Behandlung geführt.